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Acetylsalicylsäure (ASS)


Acetylsalicylsäure (ASS) ist ein weit verbreiteter Wirkstoff, der schmerzstillend, fiebersenkend und blutgerinnungs- und entzündungshemmend ist.

Erstmals wurde diese Substanz aus Weidengewächsen (lateinisch: Salicaceae) gewonnen. Schon im antiken Griechenland wurde der Saft der Weidenrinde gegen Fieber und Schmerzen aller Art eingesetzt.

ASS wurde insbesondere unter dem Markennamen Aspirin® bekannt.

Kinder und Jugendliche mit fieberhaften Erkrankungen sollte ASS nicht einnehmen, da es das seltene, aber u.U. tödliche "Reye-Syndrom" auslösen könnte. Hier sollten alternative Mittel verwendet werden.

Acetylsalicylsäure (ASS) wird bei allen leichten bis mittelschweren Schmerzen sowie bei fieberhaften Erkrankungen empfohlen. Acetylsalicylsäure in seiner Verträglichkeit etwa mit den anderen apothekenpflichtigen Schmerzmitteln vergleichbar.

Die bei einer Dosierung als Schmerzmittel (500 - 1000 mg) auftretenden Nebenwirkungen sind meist leichterer Natur. Übelkeit, Sodbrennen und Erbrechen werden relativ häufig beobachtet. Bei Asthmatikern kann Acetylsalicylsäure Ursache von Anfällen sein.

Nicht verwenden sollte man es bei erhöhter Blutungsneigung, Magen-Darm-Geschwüren, Niereninsuffizienz oder bei allergischen Erkrankungen (Heuschnupfen oder Asthma).


Bei höheren Dosierungen und langfristiger Einnahme, können Magenbeschwerden und Magenblutungen auftreten:

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft weist darauf hin, dass Acetylsalicylsäure aufgrund ihrer Reizwirkung bei regelmäßiger Einnahme Schleimhautreizungen, Blutungen im Magen-Darm-Trakt und Magengeschwüre verursachen kann. Bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) ist Vorsicht geboten, da Acetylsalicylsäure schubauslösend wirken kann.


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